Sonntag, 20. Mai 2018

Pfingsten ist die Umarmung Gottes

In seiner gestrigen Predigt auf dem 19. Fest der Jugend in Salzburg verglich Bischof Hermann Glettler das Pfingstfest mit einer Umarmung Gottes.

Jeder von uns müsse sich die Frage stellen: "Bist du bereit, dich von Gott unarmen zu lassen?"

Nach seiner Auferstehung erschien Jesus dem Petrus an dessen alten Arbeitsplatz. Drei Jahre war Petrus mit Jesus unterwegs gewesen. Und nach dem Tod Jesu, nachdem Petrus ihn 3x verleugnet hatte, ging Petrus wieder seinem Job als Fischer nach - so wie zuvor, so als sei nichts gewesen!

Bischof Glettler verglich das so: Stell dir vor, du lebst seit 3 Jahren mit jemandem zusammen, du teilst Glück und Leid. Und dann sagt derjenige nach 3 Jahren: Ne, dich kenne ich nicht. Keine Ahnung, wer das ist!?

Boah! Und dann macht Petrus weiter als sei nichts geschehen!

Und was macht Jesus?

Jesus gibt Petrus trotzdem nicht auf! Er sucht ihn aufs Neue! Er ruft ihn bei seinem Namen! Er nervt ihn nicht mit Vorwürfen, aber er stellt ihm ganz eindringlich - sogar 3x - die Frage: "Petrus, liebst du mich?"

Und was ist mit mir? Liebe ich Jesus? Bin ich bereit, mich von ihm umarmen zu lassen und ihm nachzufolgen? Nehme ich den Heiligen Geist, die "Herzensenergie Gottes" an, um liebevoller und couragierter zu werden?

Oder gehe ich lieber "fischen", also schiebe den Alltagsstress als Ausrede vor, mir keine Zeit nehmen zu können?

Ich wünsche Dir ein gesegnetes Pfingstfest und dass du Gottes liebende Umarmung in Deinem Leben spüren darfst!


Samstag, 19. Mai 2018

19. Fest der Jugend: Denkanstöße inklusive

Seit gestern findet in Salzburg das 19. Fest der Jugend statt. Heute durfte ich dabei mit vielen anderen jungen Leuten zwei wunderschönen, ergreifenden Predigten lauschen: eine Predigt vom katholischen Bischof aus Innsbruck (H. Glettler) und eine von dem evangelischen Prediger Andreas "Boppi" Boppart.

Beide Predigten waren nicht nur Blabla, sondern verbanden Bibeltexte mit konkreten Alltagssituationen und aktuellen Geschehnissen. Ich nahm sehr viele Denkanstöße mit.

Tröstend und mutmachend fand ich zum Beispiel die Auslegung des Psalms 139 Verse 1+2. Darin heißt es:

"Ein Psalm Davids, vorzusingen:
HERR, Du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne."

Es ist für mich nicht beängstigend, dass Gott meine Gedanken kennt. Vielmehr ist es befreiend!

Gott verurteilt mich nicht. Ich muss mich nicht verstellen und ihm vorspielen, ich wäre perfekt. Er liebt mich, wie ich bin.

So verglich dies Boppi z. B. mit dem Phänomen "social media": Wie oft steht man mit verknittertem Gesicht auf, fühlt sich ausgelaugt oder traurig - und postet dann die schönsten Posts, Fotos mit breitem Grinsen und macht auf heile Welt. Und alles, weil man meint, den anderen und sich selbst etwas vorspielen zu müssen, um "gut da zu stehen".

Gott fördert meine Talente und er mag sogar meine Schwächen. Denn in meinen schwachen Momenten gebe ich Gott die Möglichkeit, mir unter die Arme zu greifen und mich von seiner Liebe tragen zu lassen. Wie befreiend ist es, zu wissen: Gott liebt mich, so wie ich bin! - Sogar in den Momenten, wenn ich mich selbst nicht leiden kann.


Donnerstag, 10. Mai 2018

Tränen des Glücks

Kennt ihr das auch, dass der Gottesdienst so wunderschön ist, dass man vor Glück fast losheult? - Weil die Predigt nicht nur anschaulich und nachvollziehbar ist, sondern einen direkt ins Herz trifft!

So ging es mir heute. Die Predigt wurde von einem älteren Pfarrer gehalten. Er predigte aber nicht nur mit den Lippen, sondern aus ganzem Herzen. Er brachte echte Beispiele von Erlebnissen und bezog die Bibelstelle auf konkrete Erfahrungen aus seiner Seelsorge.

Ganz, ganz toll!

Dieses Glück und diese spürbare Liebe möchte ich auch außerhalb der Kirche weiter schenken. Der Kirchbesuch hat sich heute mehr als gelohnt!

Freitag, 4. Mai 2018

Freitag: fleischlos?

Freitag ist traditionell der Gedenktag des Sterbens Jesu.

Deshalb war der Freitag früher - zumindest für Katholiken - ein strenger Fasttag und es wurde z. B. keinesfalls Fleisch gegessen.

Mittlerweile wurde diese Regel ein bisschen aufgeweicht und muss nicht mehr so steng befolgt werden.

Ich selbst finde, dass es schön ist, freitags als "Danke an Jesu" freiwillig auf Fleisch zu verzichten. Deshalb gibt es bei mir freitags normalerweise nur vegetarisches Essen oder Fisch.

In der Bibel fand ich kürzlich passend dazu diese Stelle:


Und ganz persönlich über mein Freitagsfasten:

Ja, auch manch respektlose Kommentare bei abendlichen Partys oder Fragen von Fremden "Was ist denn das für 'ne komische Religion - kenn ich gar nicht" habe ich da schon manchmal gehört. Komisch, dass manche Deutsche mit ihren eigenen kulturellen und religiösen Wurzeln so wenig anfangen können.

Aber es gibt auch echt süße Positivbeispiele:
Wenn ich mit meiner Clique weggehe und wir mal freitags in einem Schnellrestaurant landen denken sogar Nicht-Christen daran: "Hey Sharela, soll ich dir Pommes holen? Weil Burger magst du ja heute nicht?"  :-D

Dienstag, 1. Mai 2018

Ich schaue IHN an - und ER schaut mich an

Wie gut tut es der Seele, ab und zu einen Feiertag zu haben, an dem man ein bisschen ausruhen und wieder Kraft tanken kann.

Heute besuchte ich einen Ort, an dem das Allerheiligste zur ewigen Anbetung ausgesetzt ist.

Und es war wirklich wunderschön. Schon als ich den hellen Raum betrat, fühlte ich mich sehr wohl. Es ging solch eine Ruhe von dem Ort aus! Vereinzelt saßen Gläubige (ganz verschiedenen Alters!) und beteten. Anfangs brauchte ich eine Weile, um meine Gedanken zu sammeln. Deshalb freute ich mich, dass ich allein gekommen war. Ich besuche sonst gerne gemeinsam mit Anderen Kirchen und Gebetsstätten, aber allein konnte ich mir die Zeit nehmen, die ich brauchte. Ich konnte allein entscheiden, was und wie ich beten wollte. Ich entschied mich für ein Gebetbüchlein und später für ein bisschen Bibellektüre.

Ein bisschen kam ich mir vor, wie der einfache Bauer, der - einer Legende nach - vom Pfarrer von Ars gefragt wurde, was er denn Gott die ganze Zeit in der Kirche erzähle. Der Bauer antwortete, auf den Tabernakel deutend: "Ich erzähle nichts. Ich schaue IHN an - und ER schaut mich an."

Auf dem Heimweg hatte ich wirklich super gute Laune - und ein Dauergrinsen im Gesicht :-D

Montag, 30. April 2018

Gottes Kraft ist in all seinen Werken ersichtlich

"Denn sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken, sodass sie keine Entschuldigung haben. Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. "
(Römer 1, 20f)



Heute entdeckte ich in der Bibel den oben genannten Vers. Ihn nehme ich zum Anlass mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Ich möchte die Schönheit von Gottes Schöpfung  in meiner Umwekt entdecken und erkennen, Gott dafür danken und mein Bestes geben, um sie zu erhalten und zu schützen.

Sonntag, 29. April 2018

Heute schon jemandem Freude bereitet?

Juhu! Meine Wochenaufgabe habe ich gestern und heute noch mit einem richtigen Endspurt abgeschlossen.

Ich hatte mir vorgenommen, jeden Tag die Welt um mich herum ein bisschen heller zu machen und Euch von meinen Tageserfolgen zu berichten:
gelebte Nächstenliebe, konkrete Hilfe für Mitmenschen, achtsames Umgehen mit meiner Umwelt. Natürlich werde ich diesen Vorsatz auch zukünftig weiter verfolgen.

Die letzten zwei Tage konnte ich noch ein paar zusätzliche Gesichter zum Lächeln bringen. Darüber freue ich mich sehr.

So durfte ich unter anderem zum Gelingen eines Kindergeburtstages beitragen, Freunden durch mein Gebet beistehen, einen wunderschönen Familienausflug in die nahe Umgebung genießen und ich kam bei einer Veranstaltung mit vielen interessanten Leuten ins Gespräch, die ich sonst wohl nie kennen gelernt hätte. Bis vor ein paar Monaten wäre ich wohl auch viel zu schüchtern gewesen, allein zu einer Veranstaltung zu gehen oder mit Fremden ein Gespräch zu beginnen. Langsam werde ich durch Gottes Hilfe für Gottes Pläne mutiger...

Mein Fazit für diese Woche:

Gelebte Nächstenliebe ist fast wie Fußbll spielen: Übung macht den Meister. Und je öfter ich mich in Gebet und guten Taten übe, desto mehr scheint es mir "in Fleisch und Blut" überzugehen.