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Freitag, 27. Oktober 2017

Gottes Wege sind überraschend

Gottes Fügungen sind manchmal komisch, überraschend, plötzlich und doch voller Weisheit!

Hier ein Beispiel dazu, das ich die letzten Tage erlebt habe:

Aufgrund meiner Erkrankung fällt es mir schwer Rad zu fahren. Und dabei habe ich Rad fahren als Kind geliebt! An meinem freien Tag wollte ich es trotzdem wagen und Gott schenkte mir einen sonnigen Herbstmorgen. Oft musste ich pausieren und kam nur langsam voran. Doch die Schönheit der Natur war bemerkenswert und meine gute Laune stieg parallel mit meiner Anstrengung ;-)
Plötzlich kreuzte sich mein Weg mit dem einer fremden Frau. Sie war komplett mit Tränen überströmt. Ich fuhr an ihr vorbei, doch irgendwas hinderte mich daran, weiter zu fahren. Ich stieg ein paar Meter hinter ihr vom Rad, ließ alles stehen und liegen und musste rennen, um sie einzuholen.
Wahrscheinlich war sie genauso überrascht von meinem Verhalten wie ich selbst.
Ich konnte in diesem Moment nicht anders. Ich schenkte ihr spontan eine Packung Taschentücher als kleinen Trost und wünschte ihr leise einen guten Tag.
Da schaute sie mir in die Augen undd sagte plötzlich: "Am Wochenende ist mein Mann gestorben."
Wie verhält man sich in solch einer Situation korrekt? Ich wusste es nicht. Ich stand mitten im Nirgendwo vor einer fremden, trauernden Frau und merkte, wie ich ihren Kummer selbst zu spüren begann. Ich konnte nicht anders. Ich nahm sie in den Arm, sah ihr in die Augen und antwortete:"Ich bete für Sie. Ok?  "

Ich weiß nicht, was  die richtige Reaktion gewesen wäre. Hätte ich noch weiter mit ihr reden sollen? Ich wollte sie nicht aufhalten, ihr nicht lästig sein. Unsere Wege trennten sich wieder und ich setzte meine Radtour fort.

Hätte ich nicht so viele Pausen gemacht, hätte ich die Frau wohl gar nicht getroffen.

Heute Abend werde ich für sie beten. Genauso wie damals bei meiner Heimfahrt.

Kommentare:

  1. > Gottes Fügungen sind manchmal komisch,
    > überraschend, plötzlich und doch
    > voller Weisheit!

    - Nun Sharela, daß der Gottes Thun manchmal auch komisch scheint, - mich seid ziemlich lange bekannt ist.
    Ich hab' etliche male kleine Ereignise wohl aus dem Universum-Raume, so merwirdig gehabt.
    Z.B. als ich vor ca. 35 Jahre beim Arzt-Praktikum war im Wartesaal plauderte ich mit einem fremden Patienten. Dammls hatte ich eine groß Angst: wie ich meine Herzklekotten weiter aushalte? Deshalb betete ich sehr eifrig zu Gott um Hilfe.
    Da mein Sprachpartner (eta 10 Jahre mehr als ich, ud war auch herzens krank) so komisch aussah und ein Spaßmann war und die Witze schüteltte wie aus dem Aermel, ich fast ganz vergaß von meiner Niderlage.
    Zum Schluß sagt der Fremde (ich meinte erst, daß er ein Atheist ist) plötzlich zu mir: "Der Heiland hat so viel fuer uns geliten, - und wir sollen auch etwas von uns geben."
    Von disem Momennt an war ich auf 25% ergötzt und auf 25% geheilt!

    - Und was anderes noch Sharela: Jetzt möchte ich ganz meine private Überlegungen enthülen (obwohl ich zögere ob ich das tun eigentlich soll?). Troztzdem ich gehe mutig vorwerts:

    Daß der Herre bahrmherzig, und voller Gnade ist, das ist algemein doch bekannt! Aber der Herr hat auch eine wichtige nebenbei Eigenschaft, dh. Er ist auch sehr anspruchsvoll.
    Das Letzte sollen wir nie vergessen!

    Er sagte doch einmal:

    "Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert!"

    Deshalb sollen wir nicht nur den Gott preisen wenn fast alles gut geht (mühelos), aber besonder auch wenn fast alles schiefgheht!

    Stimme die Sharela zu?

    Der alte Mann (Jahrgang 1947) --> V.A.M. ... der Stahlhammerer.

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    1. Hallo Valentin August,
      Danke für Deine interessanten Gedanken dazu. Ich habe lange darüber nachgedacht.
      Ja, ich glaube, jeder hat sein tägliches Kreuz zu tragen. Das stimmt schon. Und doch denke ich, dass auch das ein Hilfsmittel sein kann, unseren Gott von ganzem Herzen zu suchen. Denn er lässt uns in unserer Schwachheit nicht allein. Oft kann er sich gerade in Stunden großer Schwachheit offenbaren und uns großartig unter die Arme greifen. Dazu fallen mir ein paar Bibelverse ein. Von ihnen erzähle ich bei meinem heutigen Blogpost:

      http://sharelas-tagebuch.blogspot.de/2017/11/ich-will-mich-ruhmen-meiner-schwachheit.html?m=1

      Stimmen Sie mir zu?

      Gesegnete Nacht!
      Sharela

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  2. Ich bitte um Entschuldigung fuer meine Schreibfehler, die ich erst jetzt sehe ....

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    1. Ich habe alles verstanden. Also: Kein Problem :-)

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