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Donnerstag, 2. November 2017

Ich will mich rühmen meiner Schwachheit

In der Bibel heißt es im zweiten Korintherbrief:

"Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne. "

Lange habe ich darüber nachgedacht, was dieser Vers wohl aussagen will und was er für mein Leben bedeutet.

Einerseits wird er wohl aussagen, dass das Leben als Christ nicht reibungslos verläuft. Man wird genauso Probleme und Schwächen haben. Aber Gott wird einen begleiten.
Und andererseits?

Ein bisschen besser lernte ich seine Bedeutung mit Hilfe des Alten Testaments verstehen. Dort gibt es eine Erzählung, in der sich das Volk Israel zum Kampf gegen die Midianiter rüstet (Richter, Kapitel 7).
Dort wird geschildert, wie Gott zu seinem Knecht Gideon spricht:"Die Leute, die du bei dir hast, sind zu zahlreich, als dass ich Midian in deine Gewalt geben könnte. Sonst könnte sich Israel mir gegenüber rühmen und sagen: Meine eigene Hand hat mich gerettet."

Deshalb lässt Gott nur wenige Krieger auswählen, sodass Israel deutlich in der Unterzahl ist. Nur so, kann Gott zeigen, dass er sein Volk stärkt - ohne dass das Volk es auf seine eigene Stärke zurückführen könnte.

Ich glaube, dieses Bild kann ich auch auf mein Leben übertragen. Es gibt viele kleine Erfolge, die ich meinem Fleiß oder meiner Arbeit zurechnen kann. Aber es gibt manchmal auch Erlebnisse, die ich rein menschlich nicht erklären kann und Situationen, denen ich allein nicht gewachsen gewesen wäre.
Diese zeigen mir deutlich, dass da noch ein Gott ist, der "seine Hände mit im Spiel hat."

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